HORST SITTE

Heißprägetechnik


Beim Ultraschallschweißen drückt die schwingende Sonotrode auf das zu verschweißende Teil, dabei kann es zu Abdrücken der Sonotrode auf dem Teil kommen. Oft hilft auch das gute Anpassen der Sonotrode an das Teil nicht um die Abdrücke zu vermeiden. Dann ist das Beilegen einer PE Folie die Rettung. Die Abdrücke und Beschädigungen sind dann in der Folie. Die Folie muss bei jedem Takt weiter gezogen werden. Dazu werden die Folienvorschubgeräte eingesetzt.

Bei geringen Folienverbrauch oder beengten Platzverhältnissen wird der Folienvorschub VE 70 T oder VE 120 T eingesetzt. Dieser Folienvorschub wurde ursprünglich zum Nachrüsten von Heißprägepressen entwickelt. Eingesetzt werden Folienrollen auf 1“ Kern, Lauflänge 122 m. Angetrieben wird dieser Folienvorschub durch einen 7 Watt Synchronmotor, der Vorschubschritt wird über die Laufzeit (deshalb mit T bezeichnet) mit einem Zeitrelais eingestellt.

Der erste Folienvorschub VE120 B entstand im Kundenauftrag, weil dieser Kunde eine klebrige Displayschutzfolie als Schutzfolie beim Ultraschallschweißen einsetzte und diese sich sehr schlecht von den Teilen abziehen ließ. Der Folienvorschub bewährte sich und wurde immer wieder bestellt, so entstand daraus eine Baureihe mit gleichem Antrieb für unterschiedliche Folienbreiten 70 mm; 120 mm; 160 mm; 200 mm; 250 mm; 300 mm; 350 mm; 400 mm und 450 mm.

Eingesetzt wird ein bürstenloser Gleichstrommotor 24 V, 25 W (deshalb mit B bezeichnet) mit einem Encoder. Die Encoder Impulse werden von einem Vorwahlzähler gezählt und in mm umgerechnet.

Der gewünschte Vorschubschritt wird im mm eingestellt und wird mit +- 0,3 mm eingehalten. Die Vorschubgeschwindigkeit ist einstellbar. Bei niedriger Geschwindigkeit wird eine höhere Schrittgenauigkeit erreicht.

Bedienanweisung VE 70 T und VE 120 T  
Bedienanweisung VE120B STEP-Datei auf Anfrage
Bedienanweisung VE250B